Märkische Paddliklopädie
Das Paddlerlexikon
Wanderpaddeln - Tipps für Anfänger - Wildwasserpaddeln - Wildwasserstellen
Der Wortschatz eines Märkischen Paddlers ist für Fremde manchmal rätselhaft, denn mit der Zeit sind bei unseren vielen Erlebnissen ganz eigene Begriffe entstanden, die hier in unserem Paddlerlexikon zu finden sind. Wir haben versucht, sie alle zusammenzutragen und auch den jeweiligen Wortschöpfer herauszufinden. Ausgiebiges stöbern lohnt sich schon allein wegen der vielen oftmals lustigen Geschichtchen, die hinter der Entstehung stehen. Wir wünschen viel Spaß beim Lesen!
Haben wir ein Wort vergessen oder es falsch erklärt oder erhebt jemand Urheberrechte? Dann schreib uns eine e-mail
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A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
A bär [Ahhhbär] (Bootsname)... entstand durch ein zeitweiliges Phänomen vor Paddeltouren. Es gab Mitglieder, die bei der nächsten Paddeltour unbedingt dabei sein wollten. Man solle nur beim nächsten Mal Bescheid sagen. Als es dann soweit war und die nächste Paddeltour angekündigt wurde, kam meistens der Satz "Ich würde ja gern mitkommen, ahhhhbär meine Großmutter feiert ausgerechnet an diesem Wochenende ihren 90-sten Geburtstag und daher kann ich leider nicht mitkommen." Komisch war nur, wie oft eine Oma im Jahr Geburtstag haben kann.
A lletun ... ist rückwärts gelesen Nutella. Es ist des Paddlers Lieblingsbrotaufstrich und wohl das Lebensmittel, das ausnahmslos jeder Paddler mit auf Paddeltouren bringt. Ersonnen hat sich dieses Wort Sascha S., als er mit Hundeblick und tropfendem Zahn Ronald F. um den beliebten Brotaufstrich bat.
A ngstklammer ... ist die im Fachjargon bezeichnete Nasenklammer, die beim Wildwasserpaddeln immer dann getragen wird, wenn einer Druckbetankung vorgebeugt werden soll. Beim Herunterspielen der Wildwasserstrecke der Oker wäre sie dringend angeraten.
A rielle (Bootsname) ... ist der Zweier bei uns, über dessen Entstehung wir nur spekulieren können. Fuhren ihn einst zwei besonders hübsche Meerjungfrauen? Wurde er mit dem berühmten Waschmittel geputzt? Der Paddler, der diesen Namen erfand, ist bis heute unbekannt und wir brennen darauf, dass er sich zu erkennen gibt.
A ugsburg ... Fuggerstadt am Lech. Austragungsort der Kanuslalom-Weltmeisterschaften 2003. Uns interessiert hier die künstliche Wildwasserstrecke, die auch Eiskanal genannt wird. Sie wurde für die Olympiade 1972 gebaut. In der Nähe von Zwickau steht ein identischer Nachbau und welch ein Wunder, die DDR-Deutschen Kanuten gewannen 1972 mehr Medaillen, als die Bundesdeutschen.
A usreden und Standardsprüche ...
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B aumlimbo ... ist unsere Version des berühmten Partytanzes Limbo. Hierbei müssen alle Teilnehmer der jeweiligen Paddeltour in den Rücken gebeugt unter einem Baum "durchtanzen". Dies geschieht, anders als beim gewöhnlichen Limbo, nicht bei heißen Rhythmen, sondern bei meist heißen Temperaturen oder hitzigem Mückenbefall. Ebenso beliebt ist der Brückenlimbo.
Entstanden ist dieser Tanz unter den Bäumen und Brücken der Alten Oder. Jörg B. gab dem Tanz den Namen. Oftmals ist mit dem Baum- und Brückenlimbo auch ein Bootstuning verbunden.
B äumling (Bootsname) ... wir hatten im Dezember 1995 eine Paddeltour auf einem ganz schmalen Flussarm, bei dem wir die Boote über Wurzeln, die aus dem Wasser ragten balancieren mussten. Markus B., Roberto K., Matthias K. und Ines E. waren mit von der Partie.
B ankwärmer ... ist der Begriff für eine Person die beim Volleyball oder ähnlich immer nur auf der Ersatzbank sitzen "darf". Einen Ersatzspieler dabei zu haben ist ja immer sinnvoll, nur nicht so schön für den Bankwärmer, weil sich seine sportlichen Aktivitäten zumeist hierauf beschränken.
B eachvolleyball ... Ballsportart bei der sich zwei Teams, die aus zwei Spielern bestehen, den Ball über ein Netz spielen. Mit dem Ziel den Ball, nach höchstens drei Ballberührungen innerhalb eines Teams, auf dem Boden des gegnerischen Feldes unterzubringen. Wir spielen meist in Boossen im Sand.
B H ... meint nicht jenes Kleidungsstück der Frauen, das vor rund 100 Jahren erfunden wurde. BH heißt bei unseren Volleyballern "Ballholer". Und jetzt die alles entscheidende Frage: Was ist wohl seine Aufgabe?
B ootsnamen ... wir haben fast allen unseren Booten Namen gegeben. Die Entstehung findet ihr unter den einzelnen Bootsnamen. In unserem Verein gibt es: Abär, Arielle, Bäumling, Chaosboot, Dampframme, Der mit den Wellen tanzt, Kippy, Kröte, Mephisto, Nikotinchen, Posty, Schilfgucker, Steinbeißer, Syppits, Wespe, und den eher inoffiziellen Bootsnamen Gendor.
B ootstuning ... ist notwendig, wenn es gilt, den Brücken- oder Baumlimbo zu tanzen. Hierbei werden nicht etwa wie beim Autotuning Alu-Felgen oder ein Sportauspuff angebaut, sondern vielmehr alle auf dem Deck liegenden Packsäcke heruntergenommen und entweder unter Deck ins Boot gelegt oder über das Hindernis getragen. Wenn das Tunen vollendet ist, geht's los: Kopf nach hinten, auf den Rücken legen, Luft anhalten und unter den Baum, das Rohr bzw. die Brücke durchquetschen. Das beste Tuning hat der vollbracht, dessen Gepäckstücke nicht hängen blieben und dessen Nase ohne Schramme war.
B ooßen ... hier haben wir im Juni 2000 unsere vereinseigenen Beachfelder erbaut.
B räsinchen ... Wildwasserübungsstrecke an der Spree in der Nähe von Cottbus.
B rückenlimbo ... funktioniert wie Baumlimbo, nur eben unter Brücken.
B rückenspringen ... so mancher Märkischer Paddler lauerte schon mit seinem Wildwasserboot über der Schulter an der Brücke in Bräsinchen. Und bat harmlose, unschuldige und meist völlig ahnungslose Touristen um Hilfe. Der Lohn für den Paddler: ein tolles Fluggefühl. Der Lohn für die Touristen: ein inzwischen leider selten gewordenes Seherlebnis und bei genauerem Hinsehen am Brückengeländer, die Erkenntnis: "Das machen die öfter!" Sind keine Touristen in Sicht, dann muss man eben dem Ronald mal helfen.
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C haosboot (Bootsname) ... soll angeblich einen ganz starken Drall nach rechts haben. Komisch nur, dass die nächste Bootsbesatzung von einem Drall nach links sprach. Vielleicht ist das ja auch das Chaotische daran. Jedenfalls ist ein Boot mit einem Drall nach einer Seite, inmitten eines Pulks von Geradeausfahrern, ein reines Chaosboot!
C laudia P. ... unsere Claudi ist uns einen Eintrag wert! Denn ihr haben wir unsere erste Homepage zu verdanken. Anfänglich als Hausaufgabe gefertigt, verhalf uns ihre Seite zur Internetpräsenz. Auch wenn ihre Seite als solche durch diese Version vollkommen ersetzt wurde, vergessen wir nicht den Anfang hiervon. Zur Erinnerung an unsere "alte" Homepage und nur für dich liebe Claudi dieses Würmchen Danke Claudi. Danke Claudi.
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D ampframme (Bootsname) ... ist ein Boot, welches sich auf der oberen Isar in einer 90° Linkskurve unter einem Baum verkeilt hat. ... weißt du noch Holger G.???
D amen ... seit der Saison 1998/99 spielen die Märkischen Paddler bei den Damenteams im Spielbetrieb von Frankfurt Volleyball. Das Team der Saison 2002/03 belegte den 2. Platz in der Stadtklasse und hat somit nur ganz knapp den Aufstieg in die Stadtliga verpasst.
D er mit den Wellen tanzt (Bootsname) ... entstand während der ersten Schwedentour 2003, wo am ersten und zweiten Paddeltag waren die Wellen riesig waren. Das Paddeln war extrem schwierig, weil wir nur auf einer Seite paddelten und dennoch fuhren die Boote immer noch nicht geradeaus. :-(( Alle wünschten sich auf einen kleinen Fluss, statt des langgestreckten Sees, der vor uns lag.
D extro ... ist die beliebte, zuckersüße Energiebetankung aus Traubenzucker, die bei jedem Paddler ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Und viel interessanter: packst Du die Traubenzuckerbonbons auf dem Wasser aus, entwickelt ein Paddler erstmal enorme Energien, um ein Bonbon zu bekommen. Ein amüsanter Kreislauf.
D icht! "Dicht!!! ... " rief Hardy F. erstmals bei einem Beachturnier in Berlin Heiko F. zu. Damit ist ein zu dichter Pass ans Netz oder an die Netzkante beim Beachvolleyball gemeint. Also: nix wie ans Netz wetzen!
D ruckbetankung ... unterscheidet sich von der Nasenbetankung dadurch, dass das Wasser durch die Strömung im Wildwasser unter hohem Druck durch die Nase in den Kopf schießt.
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E skimorolle ... ist eine Paddeltechnik, bei der man das Boot mit Hilfe des Paddels und eines Hüftknicks wieder aufrichtet, ohne dabei das Boot zu verlassen. Die Eskimorolle zeigt, dass auch die Mathematik ihre Grenzen hat. Denn zwei halbe Eskimorollen, d.h. zweimal umfallen, ergeben noch keine ganze Eskimorolle, d.h. sich einmal aufgerichtet zu haben.
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D altpalast ... hat nicht etwa mit der asiatischen Faltkunst Origami zu tun. Obwohl Kenntnisse hierüber oftmals hilfreich beim Verpacken des Faltpalastes sind. Es ist schlichtweg die romantischste und aufschneiderischste Bezeichnung für unser Zelt. Romantisch, weil dieses Wort an sich eine kleine Ode an unser Zelt ist, dass uns bei Wind und Wetter schützt und unsere süßen Träume mit seinem Dach schützt. Aufschneiderisch, weil mir wohl keine protzigere Bezeichnung für einen Haufen Stoff und Stangen einfällt. "Klein, aber mein".
F lucht-Heinz ... ist Heinz, bei dem der Deckel nicht fest zugeschraubt ist. Flucht-Heinz kuschelt mit Vorliebe mit seinen unmittelbaren Nachbar-Lebensmitteln und dem Inneren von Packsäcken und Provianttaschen und lässt sich nur schwer davon durch Taschentücher oder Küchenkrepp entfernen.
F örster ... irgendwie kommen wir nur mit der etwas grummeligen Sorte von Förstern in Kontakt. Das mag daran liegen, dass wir sie mit unserem Notzelten etwas provozieren, was nicht unsere Absicht ist. Vielleicht sind es aber einfach nur die Förster, die die Bedeutung ihres Amtes betonen wollen. Bisher sind wir aber immer im Guten auseinander gegangen. Ein Mal mussten wir nur versprechen, den Hochsitz nicht fürs Lagerfeuer zu zerlegen, wer macht sich schon soviel Arbeit, wenn genug trockene Äste herumliegen?? Eigentlich können die Förster uns gar als Helfer betrachten: wir sammeln alte Äste vom Boden auf, düngen hier und da den Waldboden und verhalten uns ruhig und gesittet. Ganz das Gegenteil zu anderen wilden Campern.
F rühstücks-Sepp ... nennen wir Sebastian J., alias "Sepp", weil er morgens besonders zerknautscht beim Frühstück sitzt. Mann möchte bei dem Anblick meinen, er habe sein Kopfkissen noch im Gesicht. Erfunden wurde dieser Name auf der Schilftour im Jahre 2000 auf der Alten Oder. Zugleich folgten Namen wie "Haribo-Sepp" oder "Paddel-Sepp" ganz nach Belieben und jeweiliger Situation.
F rühstückswiese ... ist eine schöne, grüne, möglichst ebene und gemähte Wiese. Auf der wir uns so nach und nach im Kreis zum Frühstück niederlassen. Wobei jeder etwas mitbringt und alles auf der Frühstückswiese von allen gegessen werden kann.
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G endor (Bootsname) ... war mal ein Faltboot, welches die Angewohnheit hatte immer seine Paddler zu ärgern. Typisch war, dass es immer einen Linksdrall hatte. Bei einer Linkskurve fuhr das gute Stück aber auf einmal stets nach rechts. Ganz à la Murphy: es kommt anders, als du es denkst. Analog dann bei Rechtskurven. Die Lehne hielt immer nur genau für den Momente, wo man sie justierte. Sobald man es sich gerade gemütlich machen wollte, sprang sie aus der Halterung. Aus unerfindlichen Gründen waren die Sachen im Boot immer an den Stellen nass, wo alles darumliegende trocken war.
Daraufhin wurde der Begriff häufig für Unglück bzw. Pech und alle unmögliche unglücklich aufeinander folgenden Ereignisse verwendet. Wird öfters noch bei den älteren Paddlern und Ehemaligen gebraucht. Soweit bekannt ist, wurde das Boot nach nur fünf Jahren Gebrauch als Ersatzteilspender benutzt und später verkauft.
Dieses Wort geht auf die Wortschöpfungsgabe des Achim L. zurück.
G löckchen ... wenn wir Paddler uns alle am Glöckchen treffen, neigen wir zu leichten Untertreibungen. Das Glöckchen ist unser traditioneller Treffpunkt an der Friedensglocke im Zentrum von Frankfurt (Oder).
G roßer gefährlicher Katarakt ... nachdem Holger G. das Scheibum rückwärts bezwungen hatte, fühlte sich ein Übungsleiter des Bayerischen Kanuverbands dazu genötigt uns vor einem großen gefährlichen Katarakt zu warnen. Das weniger lustige an der Sache war aber, dass wir bei einer Pause uns mal so umgeschaut hatten und weit über uns eine Brücke sahen. Messerscharf schlossen wir, dass es die Echelsbacher Brücke sein könnte und somit hatten wir das große gefährliche Katarakt, welches vor diese Brücke liegt, schon hinter uns. :-) Seitdem wissen unsere Wildwasserpaddler es nicht so genau einzuschätzen, wenn wir vor ganz gefährlichen Stellen gewarnt werden. Mal ist wenig Wasser gefährlich zB. Schlitzkatarakt an der Soca in Slowenien, meistens ist viel Wasser gefährlich z.B. Sanna, die Wasserwucht wird größer, die Walzen ziehen stärker, die Strömungsgeschwindigkeit nimmt zu und vieles andere mehr. Das soll jetzt nicht überheblich klingen, aber leider kann man sich nur unzureichend anhand von Büchern und Internet über die zu erwartenden Schwierigkeiten informieren. Der aktuelle Wasserstand hat einen ganz großen Einfluss auf die Schwierigkeit und dann gibt es auch keine Vergleichsaussagen, das haben wir an der unteren Ötz und Sanna erlebt. Manchmal führen die Flüsse auch gar kein Wasser mehr, erlebt in Südfrankreich.
G ummibärchen ... sind ein Muss für jeden Paddler. In den regelmäßig eingelegten Pausen auf dem Wasser sollten diese süßen Tierchen nicht allzu weit weg verstaut werden. Denn in diesen Pausen neigt diese Gelatine-Spezies gern zu Völkerwanderungen: von einem Boot zum anderen und in diverse Münder. Willst Du einem Paddler gefallen? Schenke ihm Haribo! Übrigens beginnt beim Aufspüren von Knistergeräuschen (Tüte öffnen) oftmals auch die Wanderung einiger Paddler über die Boote hin zu der frisch geöffneten Tüte, auch mitten auf dem Wasser. Also: lass auf Deinem Boot eine kleine Stelle für den Fuß dieser süchtigen Paddler frei.
G ute Laune Käppi ... ist Dennis W. jeansartige Schirmmütze, die im Laufe der Jahre und Paddeltouren so gewisse eigene Formen und Farben angenommen hat, dass sie fast museumsreif ist ... Aber, immerhin legendär.
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H einz ... ist unser stillstes und flüssigstes, aber keinesfalls überflüssiges Mitglied. Heinz ist heiß begehrt, rot, wohlschmeckend und hält sich überwiegend in Flaschen auf, natürlich ist von Ketchup und damit von einem der Standard-Lebensmittel der Paddler die Rede. Heinz wird allerdings manchmal auch zu Flucht-Heinz.
H erren ... seit der Saison 1995/96 spielen die Märkischen Paddler bei den Herrenteams im Spielbetrieb von Frankfurt Volleyball. Das Team der Saison 2002/03 belegte den 5. Platz in der Stadtklasse.
H exenritt ... technisch anspruchsvolle Stelle vom Wildwasserabschnitt der Oker. Von einigen Leuten bisher nur rückwärts befahren oder mit dem Kopf unter Wasser. Teststrecke für den guten Sitz des Wildwasserhelm's. Das Benutzen der Angstklammer erfolgt auf eigene Gefahr.
H ugo ... so hieß der rote Golf I von Ines E., der sich seine Autorente bei einer Frau als Besitzerin bestimmt auch ganz anders vorgestellt hat.
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I gelnasen ... sind das erste Mal aufgetaucht, als Ronalds Block wegen einer angeblichen Netzberührung vom Schieri abgepfiffen wurde. Er wunderte sich, wie er das Netz berührt haben soll, wenn er es nicht selber bemerkt hat. "Ach klar! Ich habe das Netz mit meinen Igelnasen berührt. Sorry. Ist aber auch verdammt kalt hier in der Halle!" sagte Ronald und sorgte für längeres Gelächter. Na? Was sind Igelnasen? Kleiner Tipp: sie sind nur bei Kälte zu sehen und befinden sich oberhalb der Gürtellinie.
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K atze Pirrelli ... ist die charmante Umschreibung für eine vom Auto überfahrene Katze, die sich nun, da sie Katze Pirrelli ist, ganz dicht an den Asphalt kuschelt. Okay, zugegeben das klingt nicht gerade tierlieb, aber es passiert leider hin und wieder jedem. Ob mit oder auch ohne diese originelle Wortschöpfung von Ronald F.
K änguru-Sash ... ist der Spitzname von Sascha S., der in unserer Herrenmannschaft aufgrund seiner Körpergröße Zuspieler ist. Er ist zwar nicht so groß, wie beispielsweise Heiko F., kann aber dafür genauso hoch und vor allem energievoll springen. Es ist uns nun klar : Sascha war in seinem letzten Leben ein Känguru in Australien. Eine andere Erklärung gibt es für diese Sprünge einfach nicht!
K erzeln ... dabei steht das Boot senkrecht im Wasser. Mit einer besonderen Technik bringt man das Heck oder den Bug unter abströmendes Wasser, verlagert das Körpergewicht, das Wasser tut sein Übriges und wie von Zauberhand gesteuert macht man eine Heck- oder Bugkerze. Beim Kerzeln kann man eine Angstklammer als Utensil empfehlen. Die Eskimorolle sollte man auch beherrschen, denn sonst artet es ganz schön in Arbeit aus, wenn man das Boot nach jeder Runde ausschütten muss, weil man umgefallen ist.
K eule Fehling ... ist nicht etwa der Sponsor der Herrenmannschaft. Auch wenn man das denken mag, wenn man Ronald F. und Heiko F. mit den Rücken zugewandt nebeneinander stehen sieht. Nein, Fehling 1 und 2 - also Ronald F. und Heiko F. - bilden eine unserer Vereinsfamilien. Sie verständigen sich oft ganz ohne Worte und allein durch Blicke ohne auch nur ein Missverständnis, was allen anderen rätselhaft ist. Da ist auch klar, dass ihr gegenseitiger Spitzname "Keule" nicht böse gemeint ist, sondern als reine " Bruderliebe" zu verstehen ist.
K ippy (Bootsname) ... der seinen Namen wohl von den spektakulärsten Varianten des Bootverlassens geerbt hat. Christian B.: "Komisch, ich hab in dem Boot fünf Tage überlebt und bin immer normal ausgestiegen! Nur mein Gepäck war aufgrund eines netten Lecks in der Unterseite stets nass, da ich täglich zehn Zentimeter Tiefgang im Boot hatte." Kippy ist ein so genanntes GFK-Boot, besteht also aus einer Glas-Faser-Konstruktion. Inzwischen ist Kippy schon recht alt und wird sehr selten benutzt.
K ittners ... bilden unsere größte Vereinsfamilie. Karina K., Matthias K., Roberto K. und Felix K. heißen sie und garantieren stets Unternehmungslust, Ideen, gute Laune, Unterhaltung und Spaß ebenso wie Engagement und Zuverlässigkeit. Was will man mehr? Roberto K. kann so gut drauf sein und ausgelassen feiern, dass es schwer fällt zu glauben, dass er nie einen Tropfen Alkohol trinkt. Karina K. und Felix K. sind eher die ruhigeren Parts, aber nicht minder beliebt. Matthias K. hat oft seine liebe Heike R. dabei und es ist wahrscheinlich nur eine Frage der Zeit, wann Heike R. auch auf dem Papier zu Kittners gehört.
K lippenspringen ... vermittelt dasselbe Fluggefühl, wie Brückenspringen, da in unserer Heimat geeignete Klippen sehr selten sind, müssen wir jede sich bietende Gelegenheit bei Wildwassersommertouren nutzen :-).
K reismeister ... sind bei uns Leute, die beim Paddeln leider noch nicht richtig lenken können und daher auf fünf Meter Streckengewinn dreimal das Ufer berühren z.B. zweimal links und einmal rechts oder umgekehrt. Manchmal wird auch von einer "Kreuzfahrt" gesprochen oder "Wie macht man aus 10 km 25 km?"
K röte (Bootsname) ... kommt von einer monströsen Kröte, die eines schönen und vor allem wirklich "tau-frischen" morgen auf einer Paddeltour unter dem Sitz saß. Da hätte sich Dennis W. fast draufgesetzt. Geschehen am Schwielochsee bei einer von Dennis W. allerersten selbstorganisierten Paddeltouren. Das war so um 1996, also schon laaaaaange her.
K reuzfahrer ... sind zum einen zwei Paddler in einem Zweier, die mit ihren Paddeln immer kollidieren und das mit dem synchronen Paddeln noch nicht so ganz mitbekommen haben. Zum anderen sind es auch Paddler, die ungewollt von einer Uferseite zur anderen fahren, weil sie das Steuern noch nicht gelernt haben oder einfach nicht steuern wollen.
K umpelbetrüger ... sind Metalltassen mit einem Fassungsvermögen von 720 ml, das ist eine ganze Flasche Wein, die man mit einem mal hinein schütten kann. Denn ersten Kumpelbetrüger hat Dennis W. aus Thailand mitgebracht, die Anderen mussten auf Importe vertrauen.
K urbel, Kurbel grins ... das kann man nicht beschreiben, dass muss man von Roberto K. vorgeführt bekommen. Zeitlich ist das zur Märkischen Sommertour zuzuordnen.
K utschspiel ... wer kennt es nicht? Das Spiel, bei dem aus Stühlen symbolisch eine Kutsche mit Königspaar, vier Kutschenrädern, zwei Pferden und dem Kutscher gebildet wird. Eine Geschichte erzählt dann von einer Kutschfahrt des Königspaars und während diese verlesen wird, muss der jeweils genannte Teil der Kutsche bzw. die Person aufstehen und entweder einmal um dem Stuhl gehen oder ein Gläschen Schnaps trinken. Bei letzterer Variante gab es in der Vergangenheit oftmals lustige Auswirkungen. Es wird natürlich nicht verraten, welcher Teil der Kutsche am meisten laufen bzw. trinken muss.
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L abata ... ist Roberto K.s Lieblingstanz und die beste abendfüllende und aufwärmende Unterhaltung, die man sich vorstellen kann. Beim Labata wird gemeinsam der unten stehende Text gesungen, während man sich im Kreis erst an den Händen fasst, dann an den Ellenbogen, Knien, Knöcheln usw. und im Kreis tanzt. Das bringt Stimmung und wärmt! Und ist auch gut gegen Regenstimmung.
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M agnetfelsen ... ist ein ca. drei Meter hoher Fels, auf den das ganze Wasser des Pianser Kataraktes der Sanna fließt. Daher ist dieser Felsen stark unterspült. Im August 1999 ist hier ein Diablo untergegangen. Matthias K., Heiko F. und Ronald F. waren bestimmt sehr froh, als Ines E. kurz hinter dem Magnetfelsen wieder auftauchte. Ihr Paddel fehlt leider immer noch :-(. Und das alles nur, weil die Eskimorolle von Ines E. nicht funktioniert hat.
M atze ... Spitzname von Matthias K.
M ephisto (Bootsname) ... unser erster roter Wanderzweier, die neue Qualität fanden wir teuflisch "gut" daher war der Name Pflicht.
M ixed ... beim Volleyball in der Halle kann man mit 2 Damen und 4 Herren mixed spielen. In Frankfurt spielt man traditionell mit 3 Damen und 3 Herren in einer Mannschaft. In der Saison 02/03 wurde erstmalig eine Mixed-Staffel durch den Stadtfachausschuss Volleyball der Stadt Frankfurt (Oder) ausgerichtet. Die Märkischen Paddler spielten sehr engagiert und landeten auf dem 6. Platz. In dem Team spielten die acht erfahrensten Spielerinnen und Spieler.
M onsteritis ... ist ein anderes Wort für Durchfall. Monsteritis wurde bei der Prag - Dresden Paddeltour durch Wasser hervorgerufen, welches auf der Insel Troja in Prag bei den Pferdeställen besorgt worden war. Zwei Jahre später war über besagtem Wasserhahn ein Schild angebracht: "Njepitno Woda", was zu deutsch "kein Trinkwasser" heißt und plötzlich erkannten wir auch den Grund für diese unerklärliche Monsteritis, die alle Teilnehmer gleichermaßen befiel.
M onsteritis 2 ... Matzes Durchfall, der durch grünes Frühstücksfleisch auf der Tour Ceske Budejovice - Prag verursacht wurde.
M ückenwald ... ist einfach nur ein Wald. Und zwar nicht aus Bäumen, sondern aus Schwärmen von Mücken. Gut gegen Mücken hilft eigentlich Paddlerdeo. Aber bei einem richtig schönen Mückenwald hilft auch das nicht mehr. Wer mal im Spreewald zur Mückenhochsaison war, weiß warum wir ihn so nennen *bssssss* ... klatsch ... *hab sie*.
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N asenbetankung ... ist die Flutung der Nase mit Wasser. Es geschieht, sobald ein Wildwasserpaddler die erste Hälfte der Eskimorolle erfolgreich gemeistert hat und sich wieder auf dem Weg an die Luft befindet. Ronald F. verwendete dieses Wort zuerst bei seinen ersten Anfängen als Wildwasserpaddler ab 1999. Abhilfe gegen die Nasenbetankung verschafft die im Handel erhältliche Nasenklammer.
N asenklammer ... ist ein Folterwerkzeug aus Gummi und Metall, mit dem man sich die Nase zuquetscht, um eine Druckbetankung zu verhindern. Die entscheidenden Nachteile an diesen Dingern bestehen darin, dass sie erst auf der Nase drücken und wenn es drauf ankommt irgendwo neben der Nase im Wasser schwimmen. :-(
N eubrück ... für etliche Jahre war Neubrück das "Zuhause" unserer Boote. Dort konnten wir die Boote bei einer älteren Frau im Schuppen lagern. Daher war und ist Neubrück auch häufig unser Start- oder Zielpunkt unserer Paddeltouren.
N ikotinchen (Bootsname) ... wurde nicht etwa einst von einem Nico und Tinchen gefahren. Nikotinchen ist was für die Raucher unter uns. Und eine kleine Bemerkung an alle Raucher: wenn es auf dem Wasser qualmt und ein Feuer, also auch eine Zigarette, glüht, sind wir Paddler stets bemüht zu löschen! Das kann dann schon einmal bei nassen T-Shirts enden! Also lasst die Glimmstängel beim Paddeln weitestgehend aus.
N otzelten ... auf unseren geplanten Touren lässt es sich nicht immer so einrichten, dass man auf einem Wasserwanderrastplatz oder einem Zeltplatz übernachten kann. Daher kommt es manchmal vor, dass wir Notzelten müssen. Unser schönes Land Brandenburg hat eine gesetzliche Regelung, wonach man anlegen und seine Zelte aufschlagen kann, wenn man in Not gerät. So z.B. weil man sich verletzt hat oder dermaßen in der Route verschätzt, dass die Dunkelheit schon einbricht. Dieses durchaus zuvorkommende Gesetz müssen wir manchmal nutzen. Wir sind auf diese legale Art des Schwarzzeltens nicht gerade stolz. Aber mal ehrlich: jeder Mensch findet unsere Aktivitäten in der Natur toll, wenn er davon hört. Aber unsere Zelte will keiner auf seinem Acker stehen sehen. Wir hatten leider schon des Öfteren Begegnungen mit diversen verärgerten Grundstückseigentümern. Als sie uns aber näher betrachteten und sahen, dass wir keinen Müll machen, weil wir einen OMBA d.T. haben und auch keinen Ärger machen, ließen sie uns immer gewähren. Daher richte ich hiermit an alle, die uns bisher auf ihrem Grundstück zelten ließen einen großen Dank aus. An die Anderen richten wir die herzliche Bitte: diesem schönen Beispiel zu folgen!
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O der ... Wanderfluss, der an unserer Heimatstadt vorbei fließt und die Grenze nach Polen darstellt.
O ker ... Fluss im Harz. Uns interessiert die ca. zwei Kilometer lange Wildwasserstrecke in der Nähe von Goslar.
O MBA d.T. ... Ober - Müll - Beauftragter des Tages. Entstanden auf der Paddeltour auf der Schwarzen Elster. Da wir Paddler die Natur lieben, hört die Liebe nicht etwa bei dem Müllproblem auf. Auf jeder noch so kurzen Paddeltour bestimmen wir jeden Tag den OMBA d.T. Dieser muss die Mülltüte, in der sämtlicher anfallender Müll von uns gesammelt wird, auf seinem Boot mitnehmen und es bei nächster Gelegenheit (nächster Ort etc.) entsorgen. Da wir oftmals wild verteilten Müll in der Natur vorfinden, wünschen wir uns besonders, dass unser OMBA d.T. Schule macht.
Der OMBA d.T. auf der Schwarzen Elster-Tour kippte übrigens kurz vor dem Ziel um - wer oder was war Schuld? Natürlich der aufgeladene Müllsack.
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P acksack ... wasserdichter und stabiler Kunststoffsack. Im Laufe der Zeit konnte man beobachten, dass die Anzahl der Packsäcke bei unseren Mitgliedern stetig größer wurde. Sprunghafter Zuwachs war immer während unserer Sommertouren in Tschechien zu verzeichnen. Die meisten Packsäcke besitzt Dennis W. mit acht Stück. Den kleinsten Paddelsack mit nur 2 Litern besitzt Ronald F., den größten mit 90 Litern Fassungsvermögen besitzt Matthias K.
P addeln ... ist die Fortbewegungsart, bei der man sich mit einem Paddel in der Hand und einem Boot unter dem Po in Blickrichtung fortbewegt.
P addlerdeo ... ist das angenehmste Spray, das sich ein Paddler nur wünschen kann! Denn es ist Mückenspray und dessen erleichternde Wirkung muss wohl nicht erst erläutert werden. Durch das Ganzkörpereinsprühen kamen wir auf dieses Wort. Und: VERGISS NIE DEIN PADDLERDEO !!!!!
P addlerdusche ... ist das ersatzweise Frischmachen mit Deodorant. Auf Paddeltouren muss mangels Badewanne und Duschkabine auf diese Möglichkeit ausgewichen werden, um geruchsmäßig einigermaßen human zu bleiben und die anderen nicht zu vertreiben. Nicht zu verwechseln ist die Paddlerdusche mit dem Paddlerdeo! Je länger eine Paddeltour dauert, umso größer wird natürlich das Verlangen auf eine Dusche oder Badewanne. Daher ist die Reihenfolge bei einer Heimkehr von einer Paddeltour stets: Essen und Baden - notfalls auch gleichzeitig.
P addlerspoilerfigur ... ist ein Gummibärchen auf der Bootsspitze.
P addlertoast ... "Warte, gleich!", >stöhn!<, >quetsch!<, >seufz!<, >drück!<, "ahhhhhhhhhhhh! So, jetzt ist alles bestens verstaut!" So in etwa kann man die Herstellung von Paddlertoast erläutern. Durch das optimale Packen des Bootes kommt es in ca. 80% der Fälle dazu, dass das mitgebrachte Brot dermaßen gedrückt und somit deformiert wird. Es gibt auch eine kleine Faustregel : Je mehr und länger der Toast verstaut wurde, desto krümeliger wird er. Die letzten zwei/drei Scheiben werden nicht selten mit dem Löffel gegessen, da sie eher Müsliqualität haben.
P lumsklo ... hat bei uns zwei Bedeutungen: zum einen die sozusagen Erleichternde, hier können wir die Schwedischen Plumsklos im Dalsland weiterempfehlen. Zum anderen gibt es auf im Wildwasser die gemeingefährliche Variante des Plumsklos. Hier wird ein annähernd runder Stein mit einer Menge Wasser umspült und dahinter entsteht ein fast kreisrundes Loch, aus dem man sich mit den modernen Kurzbooten nur sehr schwer befreien kann. Den Unterschied zu einer wundervollen Spielwalze erkennt man erst im letzten Augenblick. Daher ist immer Vorsicht geboten.
P osty (Bootsname) ... ist wie "Wespe" ein Einer und heißt so, weil er soooo schön postgelb ist. Bitte fragt den jeweiligen Insassen aber nicht nach Briefen, Westpaketen oder den aktuellen Frankierungen!
P uffmalitze ... die müsst ihr unbedingt zu jeder Paddeltour mitbringen, sonst schlaft ihr auf ziemlich hartem Boden. Damit ist wohl klar, was Dennis W. meinte, als er die beiden Wörter Schnarchsack und Puffmalitze erfand. Wobei hierunter vom Sinn auch die Isomatte fallen dürfte. So was schrecklich Modernes gab es nur "damals" nicht. Da musste man noch Kraft seiner Wassersuppe, der Lunge soviel Luft entlocken, dass man die Puffmalitze aufpusten konnte. Vielleicht fiel Dennis W. dieses Wort genau in den Sekunden des Schwindelgefühls ein, in die man nach kräftigem Aufpusten gerät.
P uma ... ist wie auch "Stinker" die Bezeichnung für einen oft benutzten Neoprenanzug. Wenn man "einen Puma hat" sollte man daher nicht nach einem Raubtierkäfig Ausschau halten, sondern diesen eher mit einer "Paddlerdusche" bekämpfen. Sich also mit Deo eindieseln oder schnellstens ins Wasser hüpfen. Man kann natürlich auch die Ruhe vor den anderen Flüchtenden genießen...
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R auchen ... wir Paddler haben nichts gegen Raucher, jedenfalls nichts wirksames. Nein, Spaß beiseite: Ihr könnt euch in unserer Gesellschaft gern eine "Zigarette" anstecken. Wir Paddler sind nur zu sehr auf unsere Natur bedacht und es könnte passieren, dass wir bei Ausbruch von kleinsten Feuerchen sofort löschen. Aus dieser Erfahrung heraus haben viele unserer Raucher es aufgegeben, auf dem Wasser zu rauchen. Es gab einfach zu oft nasse T-Shirts und Zigaretten, schade drum.
R egenjacke ... ob man sie brauchen wird, weiß man nie so genau, aber sie ist eines der wichtigsten Dinge, die man mit auf Paddeltour nehmen sollte. Frei nach Murphys Theorie wird es auch nie regnen, wenn Du sie griffbereit hast. Es fängt natürlich genau dann an zu regnen, wenn Du die Jacke gaaaaanz unten und gaaaaaanz weit weg verstaut hast, sodass Du ohne Anlegen gar nicht und mit Unterbrechung an Land nur in 15 Minuten auspacken kannst, eben nach Murphys Gesetz.
R ollmühle ... ehemalige Wildwasserübungstrecke an der Spree in der Nähe von Hoyerswerda. Wurde von uns eher zufällig während der Pfingsttour 1998 entdeckt. Im Jahr 2001 hat man die Rollmühle zur Energiegewinnung in ein Wasserkraftwerk umgebaut.
R öckel ... ist der etwas frustvoll oder plump klingende Begriff für Paddel, den Achim L. erfand. Folglich fuhr er dann auch nicht wie wir Paddeln, sondern Röckeln. Achim L. besteht auf die Klarstellung, dass dies nichts mit dem Kleidungsstück Rock zu tun hat. Röckeln ist schon eher ein Oldie unter den Paddlerwörtern und wird daher nur noch manchmal von älteren oder ehemaligen Paddlern benutzt.
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S ash ... ist der Spitzname von Sascha S.
S cheibum ... Wildwasser III Stelle der Ammer. Wurde am 23.07.1995 erstmals von Holger G. bezwungen und dann gleich heldenhaft rückwärts und ohne umzufallen.
S chilfgucker (Bootsname) ... ist für alle Landschaftsgenießer und ganz besonders Schilfbestauner. Oftmals entpuppen sich besonders Kreuzfahrer als außerordentliche Naturfreunde und Schilfinteressenten, obwohl dies eher unfreiwillig geschieht. Schilfgucker können im hohen Grün entweder durch fremdes oder eigenes Verschulden vor allem bei Lenkunsicherheiten landen.
S chlauchboot ... wird bei uns Paddlern nicht gern gesehen, denn das ist in unserem Sinne ein Paddelboot, das sehr dicht und schnurgerade hinter einem anderen Paddelboot fährt. Es ist dem Windschattenfahren beim Fahrradfahren ähnlich. Die Verfolger schlauchen sich bei den Voranfahrenden durch und haben dadurch weniger Kraft aufzuwenden. Da wir ja Paddler und nicht "Schlauchies" sind und es unfair gegenüber den Voranfahrenden ist, ist es nicht gern gesehen.
S chnarchsack ... anderes Wort für Schlafsack.
S chönwetterbrille ... ist eine andere Bezeichnung für Sonnenbrille.
S chönwetterwolke ... ist die ironische Bezeichnung für eine dunkle Wolke oder Wolkenfront, wo man schon förmlich den Regen riechen kann. Die extremste Ausführung ist der Cumulonimbus. Erfunden wurde der Begriff von Dennis W. 1997 auf der Sommertour.
S eilsicherung ... ist sehr empfehlenswert bei kleinen, gemeinen Walzen oder riesigen Monsterwalzen. Dazu stellt sich am besten ein Sportsfreund ans Ufer mit dem Wurfsack, der wirft einem das Seil im Ernstfall zu und zieht einen dann an Land. Wenn Seilsicherungen anderer Paddelgruppen zu sehen sind, dann verspricht das nächste Stück spaßig zu werden. Auf diese Art und Weise haben wir das schiefe Eck auf der Sanna "entdeckt".
S eppel, Sepp ... "Einen Sepp landen" ist unsere Bezeichnung für besonderes Pech haben. Seht Euch in Eurem Freundeskreis um: ihr kennt sicherlich auch jemanden, der alles umschmeißt, der öfter mal etwas liegen lässt oder vergisst, kurzum: der das Glück nicht gerade auf seiner Seite hat, aber dennoch ein liebenswerter, munterer Kerl ist.
S eschel ... Ronald F. wollte Sascha S. rufen, damit dieser schnell an den Volleyball geht. Dumm nur, dass Sash und Seppel nicht wussten, wer damit gemeint war??????
S hadowsliding ... ist eine Art des Paddelns, bei der man bestrebt ist so schnell wie möglich wieder in den Schatten zu kommen. In der Sonne wird daher gepaddelt und sobald Schatten in Sicht ist, lässt man sich treiben/dahingleiten. Der Schatten dient der Erholungsphase. Entstanden bei einer der heißen Sommertouren.
S kilager ... Märkische Paddler haben ihren Spaß mit allen Aggregatszuständen des Wassers. :-) Das erste Skilager wurde mit 5 Teilnehmern vom 13.02. bis zum 20.02.1993 in Spindleruv Mlyn durchgeführt. Die meisten Skilager führten wir in Benecko durch. Dort wohnten wir dann im Haus 34, einem der ältesten Häuser von Benecko, ganz in der Nähe vom Hotel Kubat und den Skiliften. Unser vorerst letztes Skilager fand vom 02.02. bis zum 09.02.2001 mit 20 Teilnehmern in Benecko statt.
S onnenbrille ... "ist gut gegen Regen", sagen die Märkischen Paddler und tragen dieses abgedunkelte Nasenfahrrad, sobald es anfängt zu regnen. Das vertreibt den Regen, ganz sicher! Das haben wir schon so oft beobachtet: Der Regen hörte stets irgendwann auf, nur wegen der Sonnenbrille. Bei schönem Wetter ist das Tragen der Sonnenbrille bei uns strengstens untersagt.
S paghetti a la Hardy ... wurden von Hardy F. während des Skilagers 1994 in Benecko zubereitet. Mit ganz großem Hunger kamen wir alle im Haus an. Hardy F. wollte die Spaghettis kochen, jedoch waren im Topf entweder zu viele Spaghetti auf die Menge Wasser oder wenn man davon ausgeht, dass ganz viele Spaghetti gekocht werden sollen, dann wäre ein größerer Topf mit mehr Wasser richtig gewesen. So waren die Spaghetti nicht gar, sehr klebrig und unten angebrannt. Gegessen wurden sie dennoch und sie quollen dann noch im Bauch auf. Wenn es jetzt Spaghettis bei uns gibt, dann fragt immer mindestens einer ängstlich: "ob es nicht vielleicht wieder Spaghetti a la Hardy sind".
S pree ... der Fluss auf dem wir am meisten und liebsten rumschippern. Er hat einfach alles, schmale kurvenreiche Abschnitte genauso, wie unsere Wildwasserübungsstrecke. :-)
S pree-Ungeheuer ... es lebt, wie sein Name schon sagt in der Spree und seinen Seitenarmen. Manche halten es, ähnlich wie Nessie von Loch Ness, für ein erdachtes Fabelwesen. Jedoch haben schon so manche Paddler sehr enge Berührung mit ihm gehabt. Hin und wieder ergötzt es sich daran, hilflose Paddler am Boot zu packen und umzukippen. All jene Gekenterten haben es bereits kennen gelernt, was beweist, dass es kein Mythos ist. Damit es uns wohlgesonnen bleibt "opfern" wir ihm ab und zu mal eine Brille, ein Handy, Sandalen oder andere wichtige Utensilien. Es soll dem Spree-Ungeheuer ja nicht schlecht gehen. Da draußen gibt es noch mehr: das Sazawa-Ungeheuer, das Oker-Ungeheuer, das Salza-Ungeheuer, ... die Kette ist endlos!
S tandardantworten ... auf die Fragen: "Wie lange fahren wir noch?" - "eine Stunde!"
"Wie weit ist es noch?" - "noch zwei Kurven!"
S teinbeißer (Bootsname) ... ist Markus B. gewidmet, der im Tommywehr bei Cottbus frontal auf einen Stein geknallt ist. Die Wucht war dabei so groß, dass er an der Fußstütze nach vorn vorbei gerutscht ist und mit seinem Bauch vorn an die Einstiegsluke stieß. Aua!
S tinker ... ist der von unseren Wildwasserpaddlern benutzte Neoprenanzug. Und wie so oft gilt auch hier: je öfter, umso extremer. Jeder, der sich einmal in die Nähe eines Stinkers begeben hat oder ihn gar anhatte, wird wissen wovon wir sprechen. Im Übrigen haben es einige Wildwasserpaddler bereits oft genug getestet: der Geruch verschwindet auch nicht nach tagelangem Lüften vor der Haustür. Aber es hält die Nachbarn fern. Und vor Diebstahl ist es auch geschützt, denn mal ehrlich, wer will so was klauen??? Neben "Stinker" verwenden wir auch den Begriff "Puma" und sagen, dass man "einen ganz schönen Puma hat".
S trapse ... Gummischnüre mit Haken an beiden Enden. Damit kann man die Packsäcke gut auf dem Deck der Boote befestigen.
S urfen ... man sitzt mit seinem Boot im Wellental einer Walze oder stehenden Welle. Das an einem vorbei rauschende Wasser sorgt für den Kick, denn es ist toll, wenn man so ein Geschwindigkeitsgefühl hat. Bootsgefühl und das Beherrschen der Eskimorolle sind die Voraussetzungen für diesen Spaß.
S yppits (Bootsname) ... heißt rückwärts gelesen "Stippys". Erfunden wurde der Name von dem ehrwürdigen, hochgewachsenen, ehemaligen Mitglied Stephan Z., der diesen Spitznamen einstinne hatte. Als Stippy seine Rückwärtssprech-Phase hatte, war Stippys Boot schnell ein Name gegeben.
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T raumschaukel (Bootsname) ... entstanden durch Alexandra V. und Angela G., die sich während einer Pause schaukelnd über die Spree treiben ließen.
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ü berlebenskekse ... ist ein weiteres Lebensmittel, das bei keiner Unternehmung fehlen darf. Unter allen Keksen ist wohl der handelsübliche Doppelkeks, der auch Prinzenrolle genannt wird, der schmackhafteste, nahrhafteste, krümelärmste und wasserverträglichste Keks, den man sich als Paddler denken kann. Da er so unverzichtbar ist, bekam er den Namen Überlebenskeks. Denn: Ohne, das überleben wir nicht!!!! Ich frage mich gerade, ob wir nicht einen Werbevertrag mit kostenloser Belieferung anstreben sollten?! ;-)
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V erpflegung ... im Skilager haben wir uns z.B. von Fischstäbchen, die optisch eher nach Bratkartoffeln aussahen, oder Feuerspeiquark, der zwar immer noch weiß aussah, aber ziemlich scharf war oder Suse's Obstsalat, immer sehr lecker, oder Suses "gekochten" Eiern ernährt. Was immer gut funktioniert hat, war das Erwärmen von Fertigsuppen. ;-) Ein weiterer Renner waren bereits vorgeschälte Apfelsinen. Unvergesslich auf jeden Fall "Spaghetti a la Hardy". Für jemanden, der gar nicht satt geworden ist, gab es die Süßigkeiten von zu Hause oder die preiswerte und schmackhafte tschechische Küche.
V olleyball ... eine bei den Märkischen Paddlern sehr beliebte Ballsportart, bei der sechs Personen dafür sorgen wollen, dass der Ball im gegnerischen Feld den Boden berührt und nicht im Eigenen. Ein Netz in der Mitte soll dafür sorgen, dass sich die beiden Mannschaften nicht gegenseitig behindern. Das mit dem Netz ist wichtig, denn bei einer Präsentation schloss eine Besucherin messerscharf nach einem Blick auf ein Foto mit Netz: "und Handball spielen sie auch!"
Wird von unserem Damen-,Mixed- und Herrenteam vorwiegend in Sporthallen gespielt.
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W alze ... entsteht, wenn in einem Wildbach das Wasser über einen Stein strömt und sich ein Wasserkreislauf bildet, der Gegenstände an dieser Stelle festhält. Besonders unangenehme Walzen entstehen an Wehren, wir konnten auf der Spree beobachten, wie eine Walze einen Holzsteg zwei mal drei Meter in wenigen Minuten zerlegt hat. Deshalb unsere Schlussfolgerung: Hände weg von Wehren, die machen nicht wirklich Spaß und sind äußerst gefährlich. An der Rollmühle gab es zwei Walzen, die eine im Hauptstrom, die einen ganz hervorragend festgehalten und geduscht hat und die zweite neben dem Hauptstrom, an der man das Verlassen einer Walze gut üben konnte. Jens B. war total glücklich, als er am 19.07.1998 in dieser Walze saß. Die Sorge, wie man da wohl rein kommt hatte ihn vergessen lassen, dass das Verlassen der Walze das eigentliche Problem darstellt. Was er dann auch nach ca. 20 Minuten feststellen musste.
W aschmaschine ... bezeichnet eine große Walze, in der man wunderbar surfen und kerzeln kann. Ab und an gibt es Walzen, die Pinbälle besonders attraktiv finden. Und diese sozusagen vernaschen, d.h. den Paddler aus dem Boot schüttelt und das Boot bleibt allein in der Walze hängen. Kleine Walzen sind oft hinterhältig und gemein, gesehen auf der Soca in Slowenien. Auf jeden Fall wird man in der Waschmaschine so richtig durchgeschüttelt und nass gemacht. Deshalb empfehlen wir dem ängstlichen Paddler eine Angstklammer und Seilsicherung.
W asserschutzpolizei ... mit unseren "grünen Wassermännchen" von der Wasserschutzpolizei hatten wir schon die facettenreichsten Begegnungen. Angefangen von den weniger schönen Abenden, wo wir Notzelten mussten, über heiklere Situationen, wo Roberto unbedingt von der Brücke in Beeskow springen musste und wir ihn als Bekannten verleugneten, bis hin zu angenehmen Situationen, wo sich herzlichst gegrüßt, gewinkt und angelacht wurde oder wo Motorbooteigner von einem Paddelrastplatz vertrieben wurden, weil dieser nicht für sie, sondern allein für Wasserwanderer vorgesehen waren.
W edeln ... bezeichnet die sportlich, eleganten Bewegungen, mit denen wir uns mit Skiern an den Füssen vorwiegend während unserer Skilager talwärts rutschen.
W elle ... ist der Spitzname von Dennis W.
W espe (Bootsname) ... ist ein Wandereiner und soooo schön gelb, ihm fehlen eigentlich nur noch die schwarzen Querstreifen.
W ildwasserhelm ... gefährliches Utensil eines Wildwasserpaddlers, weil es leichtsinnigerweise den Schwerpunkt erhöht. Nein im Ernst, der Wildwasserhelm ist ein wichtiger Bestandteil der Sicherheitsausrüstung eines Wildwasserpaddlers. Roberto K. hat es schmerzhaft an seinem Kopf gespürt als er den Hexenritt mit dem Kopf unter Wasser runtergepoltert ist.
W ildwasserpaddeln ... hierbei verlässt man mit seinem Boot die horizontale Lage und wechselt in die Vertikale. Manchmal hat das Boot kurzfristig gar keinen Kontakt zum Wasser.
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W wei-Herings-Variante ... ist nicht etwa eine neue Diät aus "Bild der Frau", bei der Frau täglich nur zwei Heringe verdrücken darf. Die Zwei-Herings-Variante wird von allen privilegierten Faltpalastbauern angewandt, die ein bisschen mehr Geld in den Kauf ihres Zeltes investiert haben und einen Luxusfaltpalast erworben haben. Sie können ihr Zelt allein mit zwei Heringen aufbauen. Es geht schnell und senkt das Risiko, beim Abbau einen Hering im Gras zu verlieren, zwei Heringe zählen sich leichter als neun ... oder waren es zehn? M..t!
Linie
Märkische Paddler '89 e.V.