Sommertour 03.08.-10.08.2002
Fürstenwalde-Bad Saarow-Pieskow
Wanderpaddeln - Wildwasserpaddeln - Wildwasserstellen - Paddlerlexikon
T eilnehmer: Astrid S., Ines E., Jana W., Silke B., Christopher K., Dennis W. und Mattis P.
Mattis, Dirk und Heike an der Spree
I nes, Christopher und Dennis hatten schon die Boote auf den T4 geladen, als sie Jana und Silke abholten. Jetzt aber schnell nach Fürstenwalde zu Astrid und Mattis. Die Brandenburger hatten sich inzwischen zu einem namenhaften Schnellimbiss gerettet, weil wir fast eine Stunde zu spät kamen. Nach einer kurzen herzlichen Begrüßung fuhren wir gemeinsam zur Einsatzstelle unserer Boote, die neben dem Ruderverein in Fürstenwalde war.
Nun schnell den T4 nach Bad Saarow fahren und schon konnte bei strahlendem Sonnenschein unsere Sommertour 2002 beginnen.
Das Paddeln machte gerade Spaß, von Ermüdung keine Spur, da waren wir schon an der "Großen Tränke". Hier teilt sich die Spree in den Oder-Spree-Kanal und die Müggelspree.
Silke, Jana, Mattis und Christopher im Massagebereich
A m nächsten Tag paddelten wir ein wenig, dann machten wir Pause in Mönchwinkel um zu baden, Volleyball zu spielen und Mittag zu essen. Nach ausgiebiger Rast paddelten wir weiter bis zu einer Wiese in Wilhelmsaue. Den Besitzer konnten wir schnell von unserer Harmlosigkeit überzeugen und schon hatten wir eine tolle Übernachtungsstelle mit Massagebereich und entzückendem Waschraum gefunden.
die Müggelspree am Morgen
D er nächste Morgen begann 4.45 Uhr mit einem Regenschauer. In der Hoffnung, dass es damit genug geregnet hat, frühstückten wir in Ruhe, packten alles ein und starteten zu neuen Ufern. Leider fing es gegen Mittag wieder an zu regnen, erst wenig und dann heftig. So nass und kalt wie wir waren, erreichten wir zum Glück die Brücke in Neu Zittau. Zitternd stellten wir uns notdürftig unter. Ganz langsam trockneten wir und wurden wieder warm. Circa zwei Stunden später regnete es nicht mehr so stark und wir paddelten weiter. Recht schnell freundeten wir uns mit einer Stelle in der Nähe des Dämeritzsees an, die zwar eben, aber ziemlich zugemüllt war. Schon am Abend kam die Sonne wieder heraus und auch der nächste Morgen zeigte sich von seiner sonnigen Seite.
unsere Zelte an der Müggelspree
W ir paddelten nur wenige Minuten und der Dämeritzsee breitete sich vor uns aus. Auf dem Goserer Graben waren wir allein. Er war sehr schön: eine ganz schmale Wasserstraße mit engen Kurven und glasklarem Wasser. Am Seddinsee war es zum Glück windstill, denn die sechs Kilometer über diesen See können bei Wind zur reinsten Tortur werden. An der Schmöckwitzbrücke gingen wir noch schnell einkaufen und paddelten danach weiter nach Zeuthen zum Anglerheim. Es war nicht schwer, das richtige Anglerheim zu finden, hatten sich doch der Steg und die Baracke am Wasser seit 1993 kaum verändert. Die Mitglieder am Ufer schienen sich an unseren ersten Aufenthalt während unserer Sommertour 1993 auch gleich zu erinnern. Die Wiese konnten wir leider nicht mehr in vollem Umfang genießen, zu viele Motorboote standen jetzt dort und in der Nacht zeigte eine Jugendclique mit ihren Mopeds, was sie so drauf hat. Das Anglerheim an sich können wir auf jeden Fall weiterempfehlen.
Ankunft am Anglerheim in Zeuthen beim Einpacken in Zeuthen beim Einsteigen
Astrid, Christopher und Jana genießen die Schönheit des Krüpelsee's
F ür den nächsten Tag hatten wir uns 13 Kilometer vorgenommen. Unterbrochen wurde unsere Paddelei durch die Bootsschleppe in Neue Mühle, dann paddelten wir gemütlich an Senzig, Zernsdorf und Kablow vorbei. Eine große dunkle Schönwetterwolke ermahnte uns zur Disziplin und schnell legten wir am ehemaligen Campingplatz D/67 gegenüber von Kablow an. Viel Zeit um den schönsten und besten Platz auszusuchen nahmen wir uns nicht, nur schnell die Kienäpfel wegräumen, Zelte aufbauen und schon regnete es. Es goss, wie aus Gießkannen. Als es bei Christopher's Zelt durchregnete, kam er auf die pfiffige Idee den Regen gleich zum Duschen zu nutzen. Und so bot sich Jana, Silke und Dennis, die es sich unter einer Futterkrippe gemütlich gemacht hatten, der Anblick eines duschenden Christophers mitten im Wald.
Zelte trocknen Astrid kann es kaum noch erwarten
D as Angenehme an solchen Regenschauern besteht darin, dass wenn sie vorbei sind, das Wetter wieder schön wird. Am nächsten Morgen trockneten wir unsere Zelte und Kleidungsstücke. Danach paddelten wir auf der Dahme weiter.
Christopher und Ines beim Essen fassen
A n der Badestelle in Prieros kochten wir, wie bei der letzten Sommertour, ein ausgiebiges und sehr schmackhaftes Campermittag. Im Gespräch mit einem Motorbootfahrer am Ufer des Langen Sees erfuhren wir, dass ein Unwetter am Scharmützelsee niedergegangen ist und mehrere Segelboote gekentert sind. Mit der Gewissheit, dass wir mit dem Wetter wieder einmal Glück hatten, paddelten wir zum Wasserwanderstützpunkt am Wolziger See. Den anbrechenden Abend verbrachten einige von uns auf dem Beachfeld. Am Lagerfeuer wurden mit den Studenten aus Sachsen Paddelerfahrungen ausgetauscht und man ließ seine Wettererlebnisse noch einmal Revue passieren. Schnell kroch einer nach dem anderen ins Zelt um für den nächsten Tag fit zu sein.
D ie neun Kilometer über den Storkower Kanal waren wenig abwechselungsreich und nur durch die Schleusen bei Kummersdorf und Storkow unterbrochen. Die Überquerung des Grossen Storkower Sees forderte von uns alles ab. Besonders Astrid und Jana im Zweier hatten zu kämpfen und als wir endlich in der Nähe von Dahmsdorf ankamen, war Astrid völlig fertig. Am Lagerfeuer kam sie dann so nach und nach wieder zu sich.
Der letzte Tag wird besonders Dennis in Erinnerung bleiben, denn am Südostzipfel des Scharmützel Sees wurde eine Segelregatta gestartet, und wir als Märkische Paddler waren mitten drin. Dennis wurde sogar auf der Startlinie mit vielen Seglern zusammen fotografiert. Es war nicht leicht, denn alle Segler schrieen nur: "Aus dem Weg, weg da!" Nur wo soll man hin, wenn man von Segelbooten umzingelt ist? Noch schnell zum Ostufer rüber und dann fast bis zur Nordspitze des Scharmützel Sees zum Cecilienpark in Bad Saarow-Pieskow.
D iesen Bericht haben Ines und Mattis für uns geschrieben.
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Märkische Paddler '89 e.V.