
er Montag sollte sich vom naturellen Aspekt aus betrachtet als besonders wertvoll herausstellen. Der Grund dafür?
Ganz einfach. Nachdem wir unser Tagwerk wieder gegen 9.00 Uhr mit einem ausgiebigen Frühstück begannen und sich
die Abfahrt mit Zeltabbau und Bootsbeladung auf 12.40 Uhr verzögerte, was aber auch zu einem nicht unwesentlichen Teil
auf die enorme Hanglage zurückzuführen ist - war man doch beinahe der Versuchung erlegen die Boote oben zu bepacken
und anschließend mit einem technisch einwandfreien Hangrutschmanöver sich direkt aufs Wasser zu katapultieren
kamen wir dann letztendlich von jenem Fleckchen polnischer Erde los um uns weiteren Herausforderungen zu stellen. Zu einer
dieser Herausforderungen gehörte auch ein "gefahrbares" Wehr. Völlig verunsichert über die
Bedeutungsträchtigkeit dieses Tippfehlers tasteten wir uns vorsichtig vorwärts. Dabei kamen wir, wie bereits erwähnt,
in den Genuss einiger Naturlaunen. Bekamen wir doch an diesem Tag eine Unzahl seltener Tiere zu Gesicht. Mehrfach bekamen wir das
Spiel des Eisvogels mit, der mit seiner Grazie über das Wasser düste. Auch viele Reiher, die immer wieder den Anschein
machten sich genau dort zu positionieren, wo eigentlich wir hinstrebten. Somit handelten sie sich auch schon nach kurzer Zeit die
Betitelung "Orientierungsreiher" ein. Fernerhin bekamen wir auch Kormorane und anderes "Geflügel" vor die Optik.
Einziger Wermutstropfen war die Wasserqualität, die, wenn auch mittlerweile mit deutlich weniger Entengrütze gespickt, so
doch immer noch genauso mies war wie am ersten Tag. (Vermutung: Algen, da im Naturschutzgebiet das Motorboot fahren verboten ist.)
Eine weitere "Naturschönheit" bot sich dann noch den 4 Jünglingen, Christine ging leider leer aus. Trotz unserer
"vorsichtigen" Fahrweise passierten wir an diesem Tag eine Gruppe jungdynamischer Paddlerinnen auf einem Ausflug durch Moor
und Schilf. Im Versuch ihre querstehenden Boote nicht zu rammen entwickelten sich auch schnell einige Gespräche, die dazu genutzt
wurden, festzustellen, ob wir denn tatsächlich noch auf dem Weg zum "gefahrbaren Wehr" waren oder uns schon völlig
verfranst hatten. Doch auch der ihnen zugewiesene "Guide" schilderte uns, wenn auch ein wenig ungläubig der langen Strecke
wegen, den Weg als den richtig gewählten. Bald darauf sollte diese Gruppe jedoch in einen "unsichtbaren" Kanal am Wegesrand
verschwinden und wir waren wieder auf uns allein gestellt.