
in gewisser Dennis trieb, von einer inneren Unruhe beseelt, unsere müden Körper an diesem Morgen wieder
auf ihre Beine. Schließlich mussten wir ja einige Kilometer noch rausschinden, die wir uns Tags zuvor geschenkt
hatten. Doch nach dem allmorgendlichen Ausschwärmen ins Unterholz um sich des biologischen Ballasts zu entledigen
musste eine medizinisch einmalige Not-OP eingeleitet werden. Genau jener Unruhestifter hatte sich auf seiner privaten Tour
einen Passagier eingefangen, dem kostenlosen Transport zu gewähren, er nicht gewillt war. Kurzerhand wurde also die
Zeckenzange gezückt und zu zweit rückte man dem Wicht zu Leibe. Danach konnte man sich dem Frühstück
und dem weiteren Procedere hingeben um gegen 12.30 Uhr wieder die Hühner zu satteln und den langen Ritt durch
"Bremsurien" anzutreten. Diese Etappe gestaltete sich besonders hinterhältig, da man, wie vielleicht schon
aus der Betitelung herauszulesen, sich ständig bemühen musste, zumindest den größten und aggressivsten
Schwärmen der unangenehmen Insekten durch raffiniert gestaltete Beschleunigungs- und Brems- bzw. Gleitmanöver zu
entkommen. Ja, es entwickelte sich ein regelrechter Volkssport daraus sich selbst und den Rücken der Vordermänner/-frauen
gegen die Biester zu verteidigen. Hätte man alle erlegten Tierchen gesammelt, so hätte man am Abend eine fette Brühe
daraus kochen können. Wir jedoch, ganz Tierfreunde, überließen ihre leblosen Körperchen aber lieber den Fischen
zum Fraß.